Klimaschutz hat Konjunktur: Bei der steigenden Energie-Nachfrage bedarf es dazu keiner abgehobenen Krisenszenarien. Öl, Kohle und Gas sind als Ausgangsstoffe für zahllose Industrieprodukte viel zu kostbar, um sie ungebremst durch den Schornstein zu jagen. Der CO2-Gehalt der Atmosphäre, der weltweite Energiehunger und die abnehmenden Rohstofflager sprechen für die Nutzung Regenerativer Energien.
Gemessen an irdischen Verhältnissen liefert der Feuerball am Firmament kostenlos unendlich viel Energie. Im Inneren der Sonne verschmelzen bei unvorstellbaren Temperaturen Wasserstoff- und Heliumkerne. Die durch die Kernfusion permanent freigesetzte Energie strahlt der Glutofen mit Lichtgeschwindigkeit ins gesamte Sonnensystem ab. Obwohl davon im Jahreslauf nur ein Bruchteil die Erde erreicht, übertrifft das Angebot den steigenden Weltenergiebedarf spielend um ein Vielfaches.
Die für uns nutzbare Globalstrahlung vereint die direkte Sonnenstrahlung und die ebenso wertvolle diffuse Strahlung. Letztere bricht sich vor allem an Wolken und Staubteilchen. Natürlich hängt das solare Energieangebot vom Breitengrad sowie von der Tages- und Jahreszeit ab. Die auftreffende Energie erfassen Globalstrahlungsmesser punktuell. Mit mathematischen Verfahren lassen sich die gesammelten Daten auf Flächen und Regionen hochrechnen. Die Jahresbilanz für die Globalstrahlung liegt in Mitteleuropa bei 900 bis 1200kWh je m². Für Kassel ergeben sich etwa 975kWh pro Jahr und m².
Zur Montage der Lichtfallen muss Ihre unverschattete Fläche nicht exakt nach Süden ausgerichtet sein. Bei den üblichen Dachneigungen machen sich Abweichungen von bis zu 30% aus der Südorientierung gegenüber der Ausbeute kaum bemerkbar. Selbst eine reine West- oder Ost-Ausrichtung Ihre Daches lässt sich über die genutzte Fläche kompensieren. Ebenfalls kann die Neigung zwischen 20 und 60° variieren: Kleinere Winkel fördern die Effizienz im Sommer, steilere die Ausbeute im Winter. Nicht zuletzt können Flachdächer eine Aufständerung erhalten.